17
Juni
Vom Fischerdorf zum Nobelort
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© Ekaterina Mucha

La Bella Vita – „das schöne Leben“. Das lockere, leichte und süße Leben, welches Italien als Reiseziel so beliebt macht. Auch ich durfte das nun spüren und habe die Ligurische Küste für mich entdeckt.

Ligurien. Eine kleine Provinz in Italien – und trotzdem hat sie so viel zu bieten. Die sichelförmige Region im Nordwesten des Landes erstreckt sich an der Küste von der Cote d’Azur bis hin zur Toskana und ist aufgrund des milden Klimas ein perfektes Reiseziel für das ganze Jahr. Von Wien aus ist sie in etwa elf Stunden mit dem Auto oder zwölfeinhalb Stunden mit dem Zug zu erreichen.

 

 

Knapp 600.000 Menschen leben in Genua, der größten und gleichzeitig der Hauptstadt der Region. Über mehrere Jahrhunderte spielte Genua eine zentrale Rolle im Seehandel, weswegen die historische Altstadt definitiv einen Besuch wert ist. Ein besonderer Augenschmaus ist die romanische Kathedrale San Lorenzo mit ihrer schwarz-weiß gestreiften Fassade und Fresken im Inneren. Auch der Palazzo Reale – zu deutsch „Königspalast“ – besticht durch seinen prunkvollen Bau, der nicht nur von außen ein malerisches Bild abgibt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Räumlichkeiten werden heute als Kunstgalerie genutzt und beherbergen über 200 Gemälde von namenhaften Künstlern, wie etwa Valerio Castello und Andrea Sighizzi. Sowohl der Königspalast als auch 41 weitere Palazzi dei Rolli haben ihren verdienten Platz auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

 

 

Obwohl Ligurien als drittkleinste Provinz in Italien gilt, gibt es weit mehr zu sehen als „nur“ die Hauptstadt Genua. So finden sich an der Ostküste, der Riviera di Levante, fünf farbenfrohe Fischerdörfer. Der Küstenstreifen Cinque Terre, also „fünf Länder“, und seine Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore waren jahrhundertelang nur zu Fuß oder über das Meer zu erreichen. Heute ist die Region, die etwa 7.000 Einwohner zählt, als Nationalpark geschützt und eignet sich als Ausflugsort perfekt für jene, die in türkisblauem Meer und grasgrüner Natur keinen Wiederspruch sehen.

 

 

Bevorzugt man eher ein elegantes Ambiente, ist man in Santa Margerita Ligure am besten beraten. In die von Genua nur 35 Kilometer entfernte Ortschaft zieht es aufgrund zahlreicher Hotels der Luxusklasse und prunkvoller Villen vor allem die wohlhabendere Bevölkerungsschicht. Ebenso bietet Portofino – ein ehemaligen Fischerdörfchen, etwa 70 km westlich von der Cinque Terre – zahlreiche Boutiquen, Luxusrestaurants sowie einen Yachthafen. Beide Nobelorte erreicht man am besten per Boot, etwa mit den öffentlichen Fähren.

 

 

Trotz aller Schönheit und Vielfalt Italiens muss ich zugeben, dass Reisen in Europa leider ein teurer Spaß geworden ist. Während man etwa in Ägypten oder der Türkei einen wunderschönen All-Inclusive-Urlaub für durchschnittlich 400 bis 600 Euro bekommt, muss man am Mittelmeer insgesamt meist mit dem Doppelten rechnen. Und zusätzlich zu den Kosten für die Unterkunft kommen dann natürlich auch noch Tanken und Vignette (mind. 12 bis 20 Euro pro Tag), sowie Eintrittspreise für Sehenswürdigkeiten oder Museen und die Verpflegung.

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