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Dezember
Die Kunst der Zeit: Faszination hochwertiger Uhren von Jaeger LeCoultre
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© Jaeger LeCoultre

Seit ihren Anfangstagen hat die Manufaktur Jaeger-LeCoultre asiatische Motive aufgegriffen und das Kunsthandwerk des Fernen Ostens für die Verzierung besonderer Zeitmesser angepasst, um den kulturellen Austausch, der seit rund 2.000 Jahren zwischen Asien und Europa besteht, zu pflegen und fortzuführen. Im Jahr 2023 würdigt die Grande Maison diese Tradition mit zwei neuen Reverso Tribute Modellen. Diese sind mit Miniatur-Malereien aus Email versehen, Reproduktionen von Werken des berühmten japanischen Künstlers Katsushika Hokusai aus dem 19. Jahrhundert: Der Wasserfall in Ono an der Kisokai-Straße (Kisokaidō Ono no bakufu) und Der Wasserfall, an dem Yoshitsune sein Pferd wusch, in Yoshino in der Provinz Yamato (Washū Yoshino Yoshitsune uma arai no taki). Hokusais Ruhm beruht auf dem innovativen Ansatz, den er in die Ukiyo-e-Malerei einbrachte. So verwandelte er ein Genre, das sich bis dahin eng auf den hedonistischen Lebensstil der japanischen Kaufmannsklasse im Edo (heute Tokio) des 19. Jahrhunderts konzentrierte, und erweiterte die Motive um Landschaften, Pflanzen und Tiere.

© Jaeger LeCoultre

Die beiden Werke, die für die neuen Reverso Tribute Enamel Modelle reproduziert wurden, stammen aus einer Serie von acht Ukiyo-e-Gemälden mit dem Titel Rundreise zu den Wasserfällen verschiedener Provinzen (Shokoku taki meguri), die Hokusai anfertigte, nachdem er von 1831 bis 1833 zwei Jahre lang die japanische Hauptinsel Honshu bereist und dabei einige höchst inspirierende Landschaften entdeckt hatte. Die Meister im Atelier der Métiers Rares™ von Jaeger-LeCoultre haben diese Werke bereits 2021 mit einem Reverso Tribute Modell gewürdigt, das den Wasserfall von Kirifuri darstellt, gefolgt von einem Modell mit dem Wasserfall von Amida im Jahr 2022. Die beiden neuen Modelle des Jahres 2023 setzen diese Hommage an den japanischen Meister fort und wählen ebenfalls Motive, die eine tiefe Verbundenheit mit der Natur widerspiegeln. Ganz im Einklang mit der Philosophie der Grande Maison.

Ein großer japanischer Meister mit einer Faszination für die Natur Hokusai (ca. 1760–1849) war ein äußerst produktiver Illustrator, Grafiker und Ukiyo-e-Künstler. Zu seinen Lebzeiten florierte der Holzschnitt als Mittel zur Reproduktion von Ukiyo-e-Gemälden. Hokusais Berühmtheit ist es zu verdanken, dass Ukiyo-e und der Holzschnitt zu den zentralen Aspekten der westlichen Wahrnehmung der japanischen Kunst gehören. Zu seiner monumentalen Serie 36 Ansichten des Berges Fuji gehört auch Die große Welle vor Kanagawa – eines der bekanntesten Kunstwerke der Welt –, das Jaeger-LeCoultre 2018 mit einer limitierten Auflage der Reverso ehrte. Mit Rundreise zu den Wasserfällen verschiedener Provinzen wurde das Thema des fallenden Wassers erstmals in der Ukiyo-e-Malerei aufgegriffen. Jedes der ausdrucksstarken Werke wird von einem Wasserfall dominiert, der seine menschlichen Betrachter in den Hintergrund treten lässt.

Die Schönheit und Kraft von Wasserfällen

Der Wasserfall von Ono stellt einen berühmten Ort in der Präfektur Nagano dar, an der alten Straße, die die historische Hauptstadt Kyoto mit dem Sitz der Tokugawa-Shogune in Edo, dem heutigen Tokio, verband. Ein kleiner Shinto-Schrein steht auf einem felsigen Vorsprung neben den Wasserfällen, und auf einer Brücke darunter betrachtet eine Gruppe von Reisenden mit Ehrfurcht die Kraft des fallenden Wassers. Die Komposition des Gemäldes verstärkt dieses Gefühl der Kraft, denn das Wasser stürzt in einer geraden vertikalen Linie zwischen zwei hoch aufragenden Klippen hinab. Traditionell glaubten die Japaner, dass bemerkenswerte physikalische Phänomene auf die Anwesenheit eines Kami, eines Gottes der Shintō-Religion, hinwiesen. Hokusai hat seine Szenen mit einem kraftvollen Sinn für Leben dargestellt, die seinen animistischen Glauben widerspiegeln.

© Jaeger LeCoultre

Der Wasserfall von Yoshino stellt eine berühmte japanische Sage dar – eine Episode aus dem Leben des Generals Minamoto no Yoshitsune (1159–1189). Auf der Flucht vor seinem älteren Bruder, der ihn aufgrund seines Bündnisses mit dem Kaiser Go-Shirakawa für einen Verräter hielt, ruhte sich der General aus und ließ sein Lieblingspferd in den Bergen von Yoshino (in der heutigen Präfektur Nara) baden. In dieser kraftvollen grafischen Komposition bringen die starken Kurven des Wasserfalls die ganze Kraft des Wassers zum Ausdruck, das durch ein tiefes, von Bäumen gesäumtes Tal fließt. Der Fluss des Wassers erinnert an eine riesige Hand, die mit gespreizten Fingern die Erde umfasst. Eine ergreifende Darstellung der Beziehung zwischen Natur, Mensch und Tier.

Kunstfertigkeit und Präzision in Miniatur

Die Miniatur-Malereien auf den Gehäuseböden der Reverso wurden unter Anwendung der Genfer Technik gefertigt, die mindestens 14 Email-Schichten umfasst. Jede dieser Schichten wird bei 800 °C gebrannt, bevor die nächste aufgetragen werden kann, was insgesamt 80 Stunden akribische Arbeit erfordert. Neben der technischen Meisterleistung, Hokusais Originalfarben (einschließlich des abgestuften Bokashi-Effekts) in einem völlig anderen künstlerischen Medium zu reproduzieren, stand der Emailleur vor der Herausforderung, jedes Detail punktgenau in einem Maßstab wiederzugeben, der etwa ein Zehntel des Originals beträgt. Am bemerkenswertesten sind vermutlich die Kartuschen am oberen Rand jedes Bildes, in denen die Originalbeschriftungen in mikroskopisch kleinem Maßstab von Hand reproduziert wurden und dabei perfekt präzise und lesbar bleiben. Neben dieser technischen Meisterleistung war der Emailleur bestrebt, die Intention und die Handschrift des Künstlers zum Ausdruck zu bringen, indem er jedem Werk eine emotionale Resonanz und einen Hauch Seele verliehen hat.

© Jaeger LeCoultre

Die Schlichtheit und das diskrete Design der Zifferblätter – mit den facettierten, applizierten Indizes, den Dauphine-Zeigern und der Minutenanzeige, allesamt charakteristisch für die Reverso Tribute – bilden einen Kontrast zu der Komplexität der Miniatur-Malerei. Dieser scheinbar schlichte Charakter der Zifferblätter täuscht jedoch über die hoch komplexe Handwerkskunst hinweg, die hinter ihrer Fertigung steckt. Der Hintergrund beider Zifferblätter wurde von Hand guillochiert: Das Muster auf der Waterfall at Ono ist ein klassisches Gerstenkorn-Design, das drei bis vier Stunden präziser Arbeit erfordert. Für das Modell Waterfall at Yoshino hat der Kunsthandwerker ein Rautenmuster mit nicht weniger als 800 Linien angewendet, von denen jede einzelne fünfmal auf der Drehbank bearbeitet werden musste (insgesamt 4.000 Arbeitsgänge). Das bedeutete allein acht Stunden Arbeit für die Guillochierung. Nach Abschluss der Guillochierung wurden vier bis fünf Schichten grünes, durchscheinendes Email aufgetragen, wobei jede Schicht separat gebrannt und getrocknet werden musste – insgesamt acht weitere Arbeitsstunden im Laufe einer Woche.

© Jaeger LeCoultre

Die beiden neuen Modelle der Reverso Tribute Enamel verkörpern die Vision der Grande Maison von der Kunst- und Kulturwelt und bringen die Talente im Atelier der Métiers Rares™ innerhalb der Manufaktur im Vallée de Joux zur Geltung. Sie sind eine edle Ergänzung zu der fortlaufenden Geschichte der Reverso und ihrer grenzenlosen Möglichkeiten als Leinwand für kreativen Ausdruck.

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