10
Mai
Die besten Umweltschutz-Initiativen in Urlaubsregionen und Hotels rund um den Globus
© Wilde & Partner
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Verpackung aus pulverisierten Steinen, Rettung von Seegras-Wiesen, Energie-Selbstversorger-Inseln: So setzen sich touristische Regionen und Betriebe für die Umwelt ein von Australien über Afrika, dem Indischen Ozean bis nach Europa.

Innovative Materialien für mehr Nachhaltigkeit auf den Seychellen

Das Green Globe zertifizierte Luxushotel Constance Ephelia auf den Seychellen verfolgt eine ehrgeizige Nachhaltigkeitsstrategie in allen Bereichen – der umgebenden Natur, der lokalen Community und im Resort selbst. Dabei gehen die Nachhaltigkeitsmaßnahmen weit über reines Reduzieren und Recyceln. Durch Nutzung innovativer Materialien wird Plastik in großen Mengen vermieden. Strohhalme und Mitnahmeartikel sind im Constance Ephelia aus Bagasse-Material oder PLA-Plastik. Bagasse ist ein Nebenprodukt der Zuckerrohrindustrie und wurde bis vor kurzem oft als Abfallprodukt entsorgt. Nun entstehen aus den Fasern robuste und umweltschonende Einwegprodukte, die nach Gebrauch einfach kompostierbar sind. PLA-Plastik sieht aus wie Plastik und wirkt wie Plastik, wird aber aus Stärke hergestellt und ist biologisch abbaubar. Auf den Hotelzimmern und in den Suiten des Constance Ephelia finden Gäste kleine Willkommensgeschenke vor – diese sind verpackt in Steinpapier. Die spezielle Verpackung wird aus pulverisierten Steinen hergestellt und ist sowohl wasserbeständig als auch recycelbar. Zu 100 Prozent recycelt werden können auch die im Hotel verwendeten Seifen- und Shampoospender aus Weizen und Stroh. Hergestellt werden die Verpackungen aus Reststoffen, die in der Landwirtschaft anfallen und sonst häufig umweltschädlich verbrannt werden. So wird Luxus mit Nachhaltigkeit innovativ kombiniert.

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Das Triple Zero Goal – Nachhaltiger Luxus in Griechenland

Das 5-Sterne Sani Resort auf Chalkidiki liegt in einerm 1.000 Hektar großen Öko-Reservat aus Kiefernwäldern, Sumpfgebieten und langen Sandstränden. Die Sani Green Initiative arbeitet nach dem Triple Zero Ziel, bis 2024 abfall- und plastikfrei und bis 2030 kohlenstofffrei zu werden. Und auch die Gäste werden in die Nachhaltigkeitsmaßnahmen einbezogen. So gibt es im Resort den Sani Bienen Spot, der Wildbienen an sieben Stationen Futter und Unterkünfte bietet und Gästen den Lebensweg der Bienen näher bringt. Bei speziellen Bird Watching Touren oder dem Sani Wetlands Eco Trips entdecken Gäste in der Sumpflandschaften die Artenvielfalt und einzigartige Natur. Beim The Olive Trip wird Wissenswertes über Oliven erklärt und zum Abschluss der Tour ein Olivenbaum in Sanis erstem eigenen Olivenhain gepflanzt. 2023 soll es zudem neue Öko-Aktivitäten in den Kinderclubs, ein Fotobuch der lokalen Delfinpopulation und ein neues Insektenprojekt geben, sowie die schon vorhandenen Zero-Waste-Küchen erweitert werden.

Umweltschutz-Initiativen des GECKO Hotel & Beach Club auf Formentera

Natur in seiner schönsten Form: An einem langen weißen Sandstrand an der Playa Migjorn an der Südküste der Insel liegt das GECKO Hotel & Beach Club. Auf der Tagesordnung: regionales Slow Food, Yoga und ganzheitliche Erholung im Outdoor-Spa, immer mit Blick auf das tiefe Blau des Mittelmeers. Wer einmal dort war, kommt meist wieder, denn nur wenige Orte laden auf so entspannte Weise dazu ein, den Alltag ganz weit hinter sich zu lassen. Nachhaltigkeit ist fest in der DNA des Hotels verankert: Bereits die Anreise erfolgt konsequent mit dem hoteleigenen E-Shuttle. Das Hotel vermeidet konsequent Plastik, arbeitet nur mit lokalen Lieferanten zusammen und ist Hauptpartner des Save Posidonia Project. Dieses setzt sich zum Schutz der gefährdeten Seegraswiesen ein.  Außerdem hat sich das GECKO der Whole World Water Initiative angeschlossen, die gegründet wurde, um die Wasserversorgung in bedürftigen Regionen sicherzustellen, und spendet 10 Prozent des Umsatzes aller Wasserverkäufe. So beweist das Hotel jeden Tag aufs Neue, wie gut entspannter Luxus mit verantwortungsvollem Reisen harmonieren können. 

Nachhaltig Reisen am anderen Ende der Welt

Mit gutem Gewissen durch Australien: Trotz des langen Fluges ist es möglich, nachhaltig und im Sinne der Umwelt am anderen Ende der Welt Urlaub zu machen. Der Bundesstaat Victoria beispielsweise stellt das Thema Sustainability bereits seit einiger Zeit in den Fokus. So können sich alle Bürger auf der Seite www.sustainability.vic.gov.au kostenlos darüber informieren, wie man den eignen Lebensstil nachhaltiger gestalten kann. Das breite Spektrum reicht dabei von korrekter Mülltrennung  über Tipps zum CO2-Sparen bishin zum nachhaltigen Hausbau. Auch zahlreiche Unterkünfte, gastronomische Betriebe und Ausflugsziele in Victoria haben sich voll und ganz dem Schutz der Artenvielfalt und des Klimas verschrieben. Entsprechend groß sind die Angebote und Auswahlmöglichkeiten für Reisende. Zu den Highlights in puncto Unterkünften zählen sicherlich die Five Acres Luxury Coastal Cabins auf der Insel Phillip Island. In dem Tierparadies, das besonders für seine Zwergpinguin-Kolonie bekannt ist, genießen Reisende nicht nur atemberaubende Ruhe, sondern auch grandiose Ausblicke auf den Ozean. Für naturbegeisterte Ausflügler ist außerdem ein Abstecher zu Wildlife Wonders besonders reizvoll. Der Park zählt seit seiner Eröffnung zu den absoluten Hotspots hinsichtlich Ökotourismus in Victoria und beheimatet in einer spektakulären Buschlandschaft viele exotische Tier- und Vogelarten, die Besucher in freier Wildbahn aus nächster Nähe bestaunen können.

Kanarische Inseln: Energie-Selbstversorger aus erneuerbaren Quellen

Für eine grünere Zukunft: Seit mehr als drei Jahrzehnten scheuen die Kanarischen Inseln keine Kosten und Mühen, um das Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu etablieren. Bis heute wurde dabei viel erreicht: Unzählige Institutionen, Unternehmen und nicht zuletzt private Haushalte haben die nachhaltige Philosophie verinnerlicht und setzen großflächig auf Klima- und Umweltschutz. Besonders die Insel El Hierro ist ein absoluter Vorreiter in puncto Nachhaltigkeit. So kann das Eiland sich im Ernstfall bis zu 24 Tage am Stück selbst mit Energie versorgen. Langfristiges Ziel der Lokalregierung ist es, schon bald ganzjährig 100 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Auch auf der nördlichen Nachbarinsel La Palma wird einiges für das Thema Nachhaltigkeit getan. Das Projekt „Renewable La Palma“ beispielsweise zielt darauf ab, die einzigartige Natur auf der Insel durch innovative Energiemanagementmodelle zu schützen. Auf Gran Canaria schließlich ist aktuell der Bau des Wasserkraftwerks Chira-Soria in vollem Gange. Die Anlage soll künftig die Stromversorgung der Insel sicherstellen, indem sie Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt und speichert.

El Gouna: 85 Prozent des örtlichen Mülls werden recyclet

Dass sich Tourismus und Nachhaltigkeit nicht ausschließen, hat das Urlaubsparadies El Gouna in Ägypten schon lange erkannt. Direkt am Roten Meer gelegen bietet der Ferienort zehn Kilometer Strand, eine Vielzahl an Geschäften, Restaurants, Clubs, Cafés und über 19 Hotels in unterschiedlichen Kategorien und verfolgt seit über 20 Jahren ein vielseitiges Konzept, welches Tourismus, das alltägliche Leben und Umweltschutz miteinander verbindet. 2014 wurde der Erfolg der Umweltprogramms bereits international anerkannt und mit dem „Global Human Settlements“ Award als „Global Green Town“ ausgezeichnet. Doch darauf wird sich nicht ausgeruht. Die Stadt entwickelt unter Einbezug der Bewohnerinnen und Bewohnern stetig neue Maßnahmen. Der Fokus liegt dabei auf erneuerbaren Energien, Umweltschutz, der Verwendung natürlicher Ressourcen sowie einem nachhaltigen Wachstum von Arbeitsplätzen auf. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie „Erteka“, zum Beispiel, ist es der Stadt gelungen, umweltbewusste Lösungen für die Abfallwirtschaft zu integrieren, so dass mehr als 85 % des örtlichen Mülls recycelt werden. Darüber hinaus wird dem verantwortungsvollen Verbrauch von Wasser besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Bei der Bewässerung der Stadt wird zu 100% recyceltes Wasser verwendet und 95% des Trinkwassers wird von zwei hochmodernen, Niedertemperatur-Entsalzungsanlagen aufbereitet. Künftig soll El Gouna noch nachhaltiger werden. Ziel dabei ist es die Stadt zum perfekten Ort zu machen – für Besucherinnen und Besucher sowohl als auch für die lokale Bevölkerung.

Andermatt Responsible: Klimaneutralität bis 2030 

Die Region Andermatt entwickelt sich zu einer Prime Alpine Destination, die eine hohe Lebensqualität für Gäste und Einwohnerinnen und Einwohner gleichermaßen schafft. Mit dem Programm Andermatt Responsible der Andermatt Swiss Alps AG und angeschlossener Partner wird viel getan für nachhaltigen Tourismus, der die Ursprünglichkeit der Berglandschaften auch für zukünftige Generationen bewahrt und die Wertschöpfung durch den Tourismus in der Region behält. Bis 2030 wird die vollständige Klimaneutralität angestrebt. Der wunderschön gelegene und leicht per Bahn erreichbare Ort im Schweizer Kanton Uri zu Füßen des Gotthardmassivs ist eine Ganzjahresdestination mit unzähligen Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten, nachhaltig gebauten und geführten Unterkunftsmöglichkeiten und attraktivem Kultur- und Gastronomienangebot. Bei der Entwicklung des touristischen Angebotes im neu geschaffenen Dorfteil Andermatt Reuss durch die Andermatt Swiss Alps AG wurde in höchstem Maße ein respektvoller Umgang mit der Natur verfolgt: Gebäude werden nach Niedrigenergiestandard gebaut, Strom und Wärmeerzeugung werden aus erneuerbaren Energien bezogen und viele weitere Maßnahmen in Bezug auf Umweltschutz umgesetzt. So entspricht zum Beispiel der Golf Course hohen ökologischen Standards und wurde hierfür mehrfach ausgezeichnet. In Gastronomiebetrieben wird durch ein spezielles Konzept die Verschwendung von Lebensmitteln vermieden, insgesamt konnte durch ein umfassendes Konzept zur Müllvermeidung die Abfallmenge in der Müllverbrennung um 20% in 2022 reduziert werden . Ein innovatives und schweizweit einzigartiges Mobilitätskonzept ist gerade in Erarbeitung: In einem ersten Schritt werden zusätzlich zum bereits erfolgreich eingeführten on-demand Angebot mit E-Taxibussen ergänzende Mobilitätsangebote wie Car- und Bikesharing sowie Ridesharing in der Region aufgebaut. Einmal jährlich findet auch ein Clean Up Day statt, bei dem alle Mitarbeitenden der Andermatt Swiss Alps AG Abfall aus der Natur rund um Andermatt Reuss entfernen.

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